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„Die Stromversorgung muss umstrukturiert werden, denn die großen Energieerzeugungszentren werden, wie bei der Windkraft mit dem Schwerpunkt an der Küste, zunehmend fern ab der Lastzentren errichtet“, erklärte Tanja Gönner, Baden-Württembergs Umwelt- und Verkehrsministerin, am Mittwoch zum Thema „Smart Grids - Vision einer nachhaltigen Energieversorgung“ in der Landesvertretung in Brüssel. „Die großmaßstäbliche Sonnenstromgewinnung werde sich auf die südlichen Mitgliedstaaten - oder gar Nordafrika - konzentrieren. Als weiterer Aspekt kommt hinzu, dass die Stromerzeugung wetterbedingt sowie tages- und jahreszeitlich schwankt. Dieses fluktuierende Angebot an jeder Stelle und zu jedem Zeitpunkt in Europa mit der Nachfrage in Einklang zu bringen, gelinge nur, wenn die Infrastruktur entsprechend angepasst werde“, so Gönner.
„Die Transportstrecken werden tendenziell länger“, so Gönner. In Deutschland zum Beispiel werde sich die großmaßstäbliche Stromerzeugung im Norden und im Osten konzentrieren, die Lastschwerpunkte werden aber weiter im Westen und Süden der Republik angesiedelt bleiben. Auch bei den Speichertechnologien sei davon auszugehen, wenn viele große Speicher gebraucht würden, dass diese aus topographischen Gründen ebenfalls entweder im Norden Europas oder in den Alpen entstehen und damit neue Leitungstrassen resultieren würden. „Die Netzstudie der Deutschen Energieagentur (DENA) hat im Jahr 2005 bis zum Jahr 2015 einen Leitungsausbaubedarf von rund 850 Kilometern identifiziert. Stand heute sind rund 90 Kilometer verwirklicht“, erklärte die Ministerin. Durch Transparenz müsse für solche Projekte eine größtmögliche Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern geschaffen werden.
